Stark im Netz

Klassen 6b und 6c beim Law4School-Webinar

Wie bewege ich mich sicher im Netz? Was ist erlaubt – und was kann sogar strafbar sein?

Diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6b und 6c am 5. November im Rahmen des neuen Faches IMB nach. Gemeinsam mit der Schulsozialarbeit nahmen sie an einem interaktiven Online-Seminar der Organisation Law4School teil, die Schulen bundesweit in der Prävention digitaler Gewalt unterstützt.

Das Webinar wurde von der Anwältin Gesa Gräfin von Schwerin geleitet. Sie stellte reale Fälle vor, erklärte juristische Begriffe wie Abmahnung oder Strafanzeige und bezog die Kinder mit vielen Fragen aktiv ein. Am Beispiel von „Benjamin“ diskutierten die Klassen, was Mobbing eigentlich ist – und wann daraus Cybermobbing wird. Dabei wurde schnell klar: Schon das unerlaubte Weiterleiten eines Fotos kann ernste Konsequenzen haben.

„Unwissenheit schützt nicht vor Strafe“, lautete eine der zentralen Botschaften. Ob WhatsApp-Profilbilder, Sticker oder Memes – jedes Bild gehört jemandem. Ohne Erlaubnis darf es nicht geteilt werden, selbst dann nicht, wenn es „nur Spaß“ sein sollte.

Gerade im Fach IMB steht der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien im Mittelpunkt. Der Bildungsplan betont, dass Schülerinnen und Schüler angemessen und achtsam kommunizieren, wichtige Regeln im Netz benennen und respektvoll online interagieren sollen. Das Law4School-Seminar bot dafür die perfekte Gelegenheit: Statt trockener Theorie ging es um reale Situationen aus dem Alltag – WhatsApp-Gruppen, Profilbilder, Datenschutz und Co. So konnten die Schülerinnen und Schüler erleben, was „digitale Verantwortung“ konkret bedeutet.

Gemeinsam wurde besprochen, welche Einstellungen bei WhatsApp wichtig sind (z. B. automatische Bildspeicherung ausschalten). Außerdem lernten die Schülerinnen und Schüler, wie sie sich bei problematischen Situationen im Netz verhalten können:
– Beweise sichern, nicht löschen.
– Eltern oder Lehrkräfte informieren.
– Bei Bedarf Polizei oder Law4School-Help kontaktieren – dort gibt es kostenlose, vertrauliche Beratung durch ein Expertenteam. http://www.law4school-help.de

Auch der Umgang mit Bildern aus Google wurde thematisiert: herunterladen und für Vorträge verwenden ist erlaubt – Teilen oder Weiterverbreiten hingegen nicht.

Das Webinar hat deutlich gemacht, wie wichtig ein bewusster Umgang mit digitalen Medien ist – und dass jeder Einzelne Verantwortung dafür trägt, wie respektvoll das Miteinander im Netz bleibt. Die Schülerinnen und Schüler nahmen viele Aha-Momente mit nach Hause und wissen nun: Im Netz stark zu sein heißt vor allem, verantwortungsvoll zu handeln.

Eindrücke unserer Schüler*innen

„An diesem Tag ist mir klar geworden, dass ich immer überlegen muss, was ich rumschicke und was ich poste. Mir ist klar geworden, was alles im Internet passieren kann.“

„Ich wusste nicht, dass man so viel Geld bezahlen muss, wenn man einen seelisch mobbt. Das war echt krass. Ich mache mir das klar, dass ich keinen mobbe.“

„Vorher wusste ich nicht, dass es strafbar ist, wenn man Bilder und Videos ohne zu fragen weiterschickt. Jetzt weiß ich es und bin vorsichtig.“

„Jetzt adde ich keine Fremden auf Snapchat mehr.“

„Ich passe mehr in den sozialen Medien auf, was ich mache, und veröffentliche nicht meinen Standort, meinen richtigen Namen und keine Bilder über mich oder andere Personen.“

„Halte immer zu den Gemobbten. Stell dir vor, das wärst du.“