Gemeinsam ins neue Schuljahr
Der erste Klassentag schafft Raum für Begegnung und Gemeinschaft
Schule ist ein Ort des Lernens. Aber sie ist noch viel mehr als das. Kinder und Jugendliche verbringen einen großen Teil ihres Alltags miteinander. Sie lernen gemeinsam, diskutieren, lachen, lösen Konflikte, übernehmen Verantwortung und erleben Erfolge ebenso wie Herausforderungen. Damit all das gelingen kann, braucht es eine Klassengemeinschaft, in der man sich sicher und angenommen fühlt.
Genau deshalb beginnt das neue Schuljahr an der Max-Eyth-Realschule mit einem gemeinsamen Klassentag. Er schafft Zeit für das, was im Schulalltag manchmal zwischen Stundenplan, Unterricht und Terminen zu kurz kommt: einander neu zu begegnen, Beziehungen zu stärken und als Klasse zusammenzuwachsen. Denn eine gute Gemeinschaft entsteht nicht von selbst. Unterschiedliche Persönlichkeiten, Interessen und Stärken treffen aufeinander und müssen ihren gemeinsamen Platz finden. Aus vielen Einzelnen kann so nach und nach ein echtes „Wir“ werden.
Während unsere zehnten Klassen bereits auf Studienreise in Berlin unterwegs waren, nutzten die anderen Klassen diesen besonderen Tag auf ganz unterschiedliche Weise. Einige machten sich gemeinsam auf den Weg und erkundeten die Umgebung, andere verbrachten den Tag bei verschiedenen Aktivitäten und Angeboten im Schulhaus. So unterschiedlich die Programme auch waren, das Ziel war überall dasselbe: gemeinsam Zeit verbringen, Neues erleben und gestärkt als Klasse in das neue Schuljahr starten.
Wie ein solcher Klassentag aussehen kann, zeigte beispielsweise die Klasse 7b. Für sie ging es nach Waiblingen, wo zunächst Teamgeist, Orientierung und Köpfchen gefragt waren. Bei einer GPS-Rallye erkundeten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen die Stadt. An verschiedenen Stationen begegneten sie dabei spielerisch der Geschichte Waiblingens, suchten Hinweise, lösten Rätsel und sammelten Schritt für Schritt die Informationen, die sie schließlich zum finalen Code führten. Dabei kam es nicht nur auf die richtige Lösung an: Die Gruppen mussten sich absprechen, gemeinsam Entscheidungen treffen, aufeinander achten und als Team ihren Weg finden.
Nach der Rallye wechselte die Perspektive. In der Galerie Stihl wurde aus dem Erkunden der Stadt ein Erkunden von Kunst. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit der aktuellen Ausstellung rund um das Material Papier, betrachteten Werke aus unterschiedlichen Blickwinkeln, hielten Details in Skizzen fest und formulierten eigene Beobachtungen und Eindrücke.
Ein Schuljahr besteht nicht nur aus Unterrichtsstunden, Klassenarbeiten und Noten. Lernen gelingt dort besonders gut, wo Vertrauen wachsen kann, wo Unterschiede ihren Platz haben und wo Schülerinnen und Schüler erfahren, dass sie Teil einer Gemeinschaft sind. Der erste Klassentag setzt dafür ganz bewusst ein Zeichen: Wir starten gemeinsam.







Foto: Ronny Zimmermann / Württembergischer Fußballverband (wfv)







Foto: Ronny Zimmermann / Württembergischer Fußballverband (wfv)